Umfrage - Digitale Zusammenarbeit im Kommunalen Bildungsmanagement in NRW

In unserem Sondernewsletter Ende April haben wir Sie eingeladen, an unserer kleinen Umfrage zu Ihrer aktuellen Arbeitssituation teilzunehmen. Insgesamt haben 38 kommunale Fachkräfte teilgenommen, davon 13 anonym.  Die 25 Personen, die Angaben zu ihrer Person gemacht haben, kommen aus 20 Kommunen/Kreisen in Nordrhein-Westfalen und sind in unterschiedlichen Funktionen tätig (Leitung, Bildungsmanagement, Bildungsmonitoring, Bildungskoordination, Sachbearbeitung).

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die Ausstattung und die Nutzung digitaler Software zur internen wie externen Kommunikation sehr unterschiedlich sind. So geben zehn Personen an, dass der von ihnen genutzte Computer nicht mit Lautsprecher, Kamera, Mikrofon oder Kopfhörer ausgestattet ist und elf der 38 Umfrageteilnehmer*innen verfügen über alle diese abgefragten technischen Ausstattungsmerkmale. Der Großteil der Fach- und Leitungskräfte verfügen über Lautsprecher, aber Mikrofon und Kamera, die insbesondere zur digitalen Kommunikation wichtige Voraussetzungen darstellen, sind nicht selbstverständlich vorhanden.

Noch heterogener ist die Nutzung digitaler Tools für Besprechungen und Austauschformate in den teilnehmenden Kommunen. 16 Personen geben an, dass ihre Kommune über keine Software für Online-Konferenzen verfügt. Die am häufigsten genutzten Tools zum digitalen Austausch sind Zoom (7), MicrosoftTeams (3), und Jitsi (3).

Der überwiegende Teil der Umfrageteilnehmenden haben Interesse an digitalen Formaten zur Qualifizierung und/oder zum Austausch und zur Vernetzung. Es lässt sich allerdings vermuten, dass aufgrund der nicht überall vorhandenen Ausstattung sowie fehlender Erfahrungen Telefonkonferenzen, Web-Seminare und Videopräsentationen am häufigsten vorstellbar sind, während Online-Austauschformate und Community-Calls derzeit noch auf größere Bedenken stoßen.

Die Transferagentur NRW hat diese Umfrageergebnisse aufgegriffen und bietet seit Anfang Mai verstärkt digitale Formate an. So finden seitdem Videokonferenzen mit Bildungskoordinator*innen statt, es gab ein digitales Austauschformat mit Fachkräften aus Landkreisen in NRW und die Teilnehmenden der Qualifizierungsreihe „Gut vernetzt“ trafen sich bereits zwei Mal virtuell über Skype und Zoom. Weitere Fachkräfte schlossen sich zudem am 20. Mai 2020 dem Qualifizierungsmodul zum virtuellen Netzwerkmanagement über die Software Zoom an.

Alle weiteren bereits angekündigten Angebote der Transferagentur (Lerncluster, Qualifizierungen, Herbstakademie) werden aktuell als digitale Formate umgeplant und die ersten Erfahrungen zeigen, dass sich die technischen Möglichkeiten der Kommunen zur Nutzung digitaler Software erweitern. So können geplante Termine durch Freigabe bestimmter Weblinks ermöglicht werden, Home Office und die Nutzung privater Geräte wird ermöglicht und verwaltungsinterne Softwarelösungen umgesetzt.

Die Umfrage zur technischen Ausstattung in Kommunen ist ebenfalls von der Transferagentur für Großstädte durchgeführt worden. Diese Ergebnisse finden Sie hier:
www.transferagentur-grossstaedte.de/aktuelles/umfrage-technische-ausstattung-kommunale-verwaltung