Interne Kooperation

Angesichts der coronabedingten Schulschließungen sowie beschränkten Projektumsetzungen rückte für die Bildungskoordinator*innen für Neuzugewanderte, die im Rahmen des Förderprogramms „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Fachbereich Schule der Stadt Essen tätig sind, vor allem die Frage nach der aktuellen Situation der Seiteneinsteiger*innen und deren Familien in den Vordergrund.

Dies führte umgehend zur Etablierung einer internen Arbeitsgruppe bestehend aus der Bildungskoordination und weiteren Mitarbeiter*innen, die sich mit dem Themenfeld der schulischen Integration befassen. Übergeordnetes Ziel dieser Arbeitseinheit war insbesondere eine proaktive Ermittlung der Bedarfe an Schulen, damit diese trotz der aktuellen Lage ihre Seiteneinsteiger*innen weiterhin bestmöglich fördern können. Um als Fachbereich, der eng an der Seite der Schulen steht, ein Feedback von Schulleitungen, Lehrkräften und Schulsozialarbeiter*innen aus der Praxis zu erhalten, hat in einem ersten Schritt eine Abfrage per Mail an allen Schulen stattgefunden. Die Rückmeldungen dienten als Grundlage für das Aufzeigen von Handlungsmöglichkeiten, um passende Unterstützungsmaßnahmen für Essener Schulen, Schüler*innen und Eltern zu entwickeln. Die Abfrage hat deutlich gemacht, dass vor allem der Zugang zu neu zugewanderten Familien für die Übermittlung von Unterrichts- und Lernmaterialien aufgrund sprachlicher Barrieren oder mangelnder technischer Ausstattung im häuslichen Umfeld erschwert wird. Daraufhin wurde ein Elternanschreiben in mehreren Sprachen als „Brücke“ zur Aufrechterhaltung der Kommunikationswege zwischen Schule und Elternhaus angefertigt und angepasst.

Für einen visuellen Zugang sind in Kooperation mit der Regionalen Schulberatungsstelle und dem Presse- und Kommunikationsamt der Stadt Essen mehrsprachige Video-Botschaften entstanden. Diese richten sich direkt an die Schüler*innen und ermöglichen somit eine digitale Vermittlung schulrelevanter Empfehlungen. Tipps zur Gestaltung sinnvoller Lerneinheiten im Alltag sowie generelle Verhaltensempfehlungen aufgrund der Hygienevorschriften bilden den inhaltlichen Rahmen. Um allen haupt- und ehrenamtlichen Multiplikator*innen die Informationen in kompakter Form online zur Verfügung zu stellen, können demnächst alle Dateien auf der städtischen Homepage abgerufen werden.  

Diese Wechselwirkung zwischen dem Fachbereich Schule als zentrale Instanz und den Schulen vor Ort auf dezentraler Ebene ergab eine effektive Form der Zusammenarbeit. Methoden des agilen Arbeitens in der Stadtverwaltung sowie die innovativ-kreative Herangehensweise im eigenen Arbeitsumfeld haben dazu beigetragen, in kurzer Zeit erste Lösungsansätze für neuartige Herausforderungen zu verwirklichen.

Weitere Informationen Stadt Essen

Ansprechpersonen:
Ariane Schams, Mauricio de Moraes Marcondes, Fadi Nassir (Stadt Essen)

 

Stadt Mönchengladbach „Perspektive Bildung.Mönchengladbach“

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Workshop der Transferagentur NRW: „Im Tandem“ Kommunales
Bildungsmanagement im Dialog mit Jugendhilfe Schnittstellen und Synergien.

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