Austauschraum 2

Wissensbasiert steuern: Das Modellprojekt „Klassenassistenzen für schulische Inklusion - KASI“ an Grundschulen am Bespiel der Stadt Essen

Ariane Schams, Stadt Essen

Gesellschaftliche Umbrüche und systemische Veränderungen sorgen dafür, dass die Heterogenität in der Schule immer mehr zunimmt. Vor allem strukturell hoch belastete Schulen sehen sich daher mit vielfältigen Förder- und Unterstützungsbedarfen der Schülerschaft konfrontiert. Um allen Schüler*innen gerecht werden zu können, drohende Behinderung abzuwenden und Inklusion in Schulen zu ermöglichen, bedarf es zusätzlicher personeller Ressourcen im Rahmen innovativer Konzepte.

Vor diesem Hintergrund wurde 2017 das Modellprojekt „Klassenassistenzen für schulische Inklusion - KASI“ an sechs Essener Grundschulen erprobt. Das Modell wurde in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Schule, dem Amt für Soziales und Wohnen, dem Jugend- und dem Gesundheitsamt entwickelt. In Abgrenzung zu sog. Individualassistenzen oder Schulbegleitungen unterstützen Klassenassistenzen im Sinne eines präventiv angelegten infrastrukturellen Angebots antragsunabhängig und zeitlich flexibel alle unterstützungsbedürftigen Schüler*innen im Klassenverband oder in Lerngruppen. Eine in Kooperation der beteiligten Fachbereiche und der Schulaufsicht erstellte Systematik, welche die jeweilige strukturelle Belastung der Essener Grundschulen datenbasiert aufzeigt, soll zukünftig bei einer Projektausweitung als Grundlage für die Schulauswahl herangezogen werden.

Folgende Fragen können diskutiert werden:

  • Wie lassen sich Kommunales Bildungsmanagement und Bildungsmonitoring systematisch verzahnen?
  • Welchen Stellenwert haben die jeweiligen Kooperationsstrukturen im Gesamtprojekt?


Vita

Ariane Schams leitet seit dem 01. November 2020 das Bildungsbüro im Fachbereich Schule der Stadt Essen. Zuvor war sie von 2016 bis 2020 als Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte im Fachbereich Schule der Stadt Essen im Rahmen des Programms „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung tätig.