Was ist eigentlich BNE?

BNE ist die Abkürzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung. Gemeint ist eine Bildung, die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt. Sie ermöglicht jedem Einzelnen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Dabei stehen verschiedene Fragen im Vordergrund. Etwa: Wie beeinflussen meine Entscheidungen Menschen nachfolgender Generationen in meiner Kommune oder in anderen Erdteilen? Welche Auswirkungen hat es beispielsweise, wie ich konsumiere, welche Fortbewegungsmittel ich nutze oder welche und wie viel Energie ich verbrauche? Welche globalen Mechanismen führen zu Konflikten, Terror und Flucht? Oder was können wir gegen Armut tun?

„Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) orientiert sich an einem ganzheitlichen Bildungskonzept. Es soll Menschen dazu befähigen informierte und verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen. Vor dem Hintergrund globaler, ökologischer, ökonomischer und sozialer Herausforderungen ist das Ziel, die Umwelt zu schützen sowie eine nachhaltige Wirtschaft und gerechte Gesellschaft zu schaffen. Das ist auch Ziel der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (SDG 4.7).

„Der Nationale Aktionsplan BNE (NAP BNE) aus dem Jahr 2017 nennt Kommunen als zentrale Anker und relevante Steuerungseinheiten für die Verbreitung von BNE. Deshalb hebt der NAP BNE die Bedeutung bildungsbereichsübergreifender Unterstützungsleistungen in kommunalen Bildungslandschaften hervor. Die kommunale Verwaltung nimmt dabei eine koordinierende und vermittelnde Rolle ein. Bildungsangebote sind auf die konkreten Bedürfnisse und Zielgruppen vor Ort auszurichten und entfalten dann ihre größte Wirkung, wenn sie in lokale Strukturen fest integriert sind. So sichern diese Angebote gute Bildung und gerechte Bildungschancen für die Bürgerinnen und Bürger in den Kommunen.“ (BMBF).

BNE und DKBM

BNE entlang der Bildungskette auf kommunaler Ebene zu verankern kann ein übergreifendes Ziel des kommunalen Bildungsmanagements sein. Im Rahmen vom DKBM sollen dabei alle Bildungsetappen, d. h. von der frühkindlichen Bildung über Schule, berufliche Bildung und der Hochschulbildung bis hin zum non-formalen und informellen Lernen in den Mittelpunkt gerückt werden, um ein ganzheitliches Bildungsmanagement zu nutzen und so BNE in lokale Bildungslandschaften zu integrieren.

Soziale Gerechtigkeit, kulturelle Vielfalt, Globalisierung und Klimaschutz werden dabei in den Blick genommen – Themen, die auch für Kommunen von hoher Bedeutung sind. Der Kommunalverwaltung – der strategischen wie operativen Ebene – wird ihre gestalterische Verantwortung bewusst und legt diese als Querschnittsaufgabe an. Entsprechend häufig wird BNE in bestehenden DKBM-Strukturen verankert oder andersherum: BNE verdeutlicht Kommunen den Mehrwert eines DKBMs und ebnet den Weg für die strategische, datenbasierte und integrierte Planung von BNE-Aktivitäten vor Ort.