Soziale Netzwerkanalysen: Anwendung und Mehrwert für das datenbasierte kommunale Bildungsmanagement (DKBM)

Bildungsakteure/KooperationNetzwerkmanagementQualifizierung

 

An der Gestaltung von Bildung sind verschiedene öffentliche und zivilgesellschaftliche Akteure beteiligt. Vor diesem Hintergrund hat sich im Laufe der letzten Jahre in den Kommunen eine Vielzahl verschiedener Netzwerkstrukturen etabliert, die auf vielfältige Weise, zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, Bildung vor Ort mitgestalten. Gleichzeitig stehen sie selbst – die vorhandenen Strukturen, ihre Funktionsweisen und die eigene Rolle innerhalb der Netzwerke – selten im Mittelpunkt der Betrachtung.

Ansätze der sozialen Netzwerkanalyse können dabei helfen, diese Leerstelle zu bearbeiten. Sie bieten die Möglichkeit, Beziehungsgeflechte zwischen verschiedenen Akteuren in der Kommune analytisch in den Blick zu nehmen und so Informationen über bestehende Strukturen zu gewinnen, Stärken der Zusammenarbeit sichtbar zu machen sowie Lücken und Problemlagen zu identifizieren und mit den Beteiligten besprechbar zu machen. Sie können Aufschluss darüber geben, wie intensiv bestehende Netzwerke zusammenarbeiten, welche Akteure für welche Themen strategisch wichtige Rollen einnehmen oder wie stabil ein Netzwerk ist.

Gleichzeitig kann die soziale Netzwerkanalyse auch für die Bildungsberichterstattung wichtige Information liefern, z.B. um transparent zu machen, wie die Kooperationsstrukturen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten in der Kommune aussehen. Darüber hinaus bietet sie die Möglichkeit, insbesondere für Kommunen, die bereits ein gut ausgebautes DKBM haben, sich in einem weiteren Schritt Netzwerke auf der Ebene der Bildungsteilnehmenden anzuschauen und hier Strukturen des sozialen Kapitals aufzudecken.

Zielgruppe

Zielgruppe sind Fach- und Leitungskräfte mit Aufgaben im Bildungsmanagement und angrenzender Bereiche aus Kommunen, die eine Zielvereinbarung mit der Transferagentur NRW abgeschlossen haben. Darüber hinaus können Mitarbeitende aus Kommunen in NRW teilnehmen, die einen Antrag im Rahmen des neuen Förderprogramms „Bildungskommunen“ einreichen möchten bzw. eingereicht haben.

Ziele und Methoden

Im Mittelpunkt der Qualifizierung steht der analytische Blick auf Netzwerke und sein Mehrwert für das kommunale Bildungsmanagement. Zentrale Ziele sind dabei, die soziale Netzwerkanalyse und zwei methodische Herangehensweisen kennen zu lernen und durch praktische Übungen die Erhebung, Visualisierung und Auswertung von Netzwerkdaten einzuüben. Ausgehend von den eigenen beruflichen Netzwerken der Teilnehmenden werden die o.g. Fragestellungen bearbeitet. Genutzt wird dafür u.a. das softwarebasierte open source Instrument „VennMaker“, mit dem qualitative Netzwerkdaten visualisiert und analysiert werden können. 

Referent
Dr. Markus Gamper, Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln

 

Termin: 18.05.2022

Zeit: 09:30 - 16:00 Uhr

Ort: Essen, Haus der Technik


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Kontakt:

Lisa-Marie Staljan
Tel.: 0251 200799-51

Helena Baldina
Tel.: 0251 200799-33