„Soziale Inklusion & DKBM – Zukunftsfähige Bildungsangebote vor Ort schaffen”

QualifizierungBildungsakteure/KooperationBildungsmanagement

Die Covid19-Pandemie verstärkt bereits bestehende soziale Ungleichheiten und lässt diese sichtbarer werden. Die kommunale Verantwortung adäquat zu agieren wächst und dabei spielt auch der Bildungsbereich – neben dem formalen, besonders der non-formale und informelle – eine wesentliche Rolle. Inzwischen ist allen klar: Zugänge zu unterschiedlichen Bildungsangeboten müssen für alle ermöglicht werden und so ist der Ansatz der sozialen Inklusion von höchster Bedeutung im Umgang mit den gesellschaftlichen Folgen der Pandemie – jetzt und in der Zukunft. Dabei gilt es sich mit der Frage auseinanderzusetzten: Welches Potential liegt im datenbasierten kommunalem Bildungsmanagement soziale Inklusion kommunal zu verankern und sie vor Ort zu stärken?

Das Thema Inklusion wird spätestens seit der UN-Behindertenrechtskonvention mit bildungspolitischen Anforderungen verknüpft. Die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in pädagogischen Institutionen steht in diesen Diskursen häufig im Vordergrund. Der Ansatz der sozialen Inklusion meint darüber hinaus alle Menschen: Jeder Mensch hat das Recht in allen Bereichen des Lebens dazuzugehören. Dafür müssen sich Politik, Gesellschaft und jedes Individuum mit ihren Institutionen und Organisationen entschlossen gegen Diskriminierung jeglicher Art stellen.

Prof. Dr. Johannes D. Schütte, Professor an der Technischen Hochschule Köln, erläutert in seinem Vortrag das Thema und stellt es sozialer Exklusion gegenüber, um Mechanismen zu verdeutlichen. Er geht dabei der Frage nach, wo Kommunalverwaltung ansetzen kann, um soziale Inklusion im Bildungsbereich zu fördern und sicherzustellen. Die Transferagentur NRW möchte in der darauffolgenden Arbeitsphase gemeinsam mit den Teilnehmenden die Bedeutung von sozialer Inklusion erörtern. Entlang konkreter Beispiele werden Handlungsoptionen für das datenbasierte kommunale Bildungsmanagement (DKBM) aufgezeigt. Lena Haddenhorst aus der Fachstelle Inklusion in der Stadt Oldenburg zeigt auf, wie soziale Inklusion von Kommunalverwaltung ganzheitlich gedacht und ganz konkret umgesetzt werden kann. Ein abschließender Austausch der Teilnehmenden befördert den Transfer auf den eigenen Arbeitskontext.

Referent*innen:
Prof. Dr. Johannes Schütte (TH Köln), Forschungsschwerpunkte: Armut und soziale Ausgrenzung, Kinderarmut, Ungleichheitsbezogene Bildungsforschung, Kommunale Ansätze gegen Armut bei Kindern und Jugendlichen

Lena Haddenhorst (Stadt Oldenburg), Fachstelle Inklusion

Zielgruppe:
Mitarbeiter*innen der Kommunen in NRW, die eine Zielvereinbarung mit der Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement NRW haben. Angesprochen werden sollen speziell die Personen, die für das kommunale Bildungsmonitoring und Bildungsmanagement zuständig sind.

Termin: 29.09.2021

Zeit: 10:00 - 15:30 Uhr

Ort: Zoom - digital
 

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Kontakt:

Laura Förste
Tel.: 0251 200799-57

Helena Baldina
Tel.: 0251 200799-33