Frühjahrssalon "kommune.bildung.innovation"

Fünf Jahre Transferagentur NRW

Fünf Jahre Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement für NRW in der Trägerschaft des ISA e. V: Ein guter Anlass, um auf die vergangene Förderungsphase zurückzuschauen, aber auch, um einen Blick in die Zukunft zu werfen und gemeinsam mit den Bildungsgestalterinnen und -gestaltern aus den NRW-Kommunen zu feiern. Die Transferagentur NRW lud deshalb Ende Mai unter dem Motto kommune.bildung.innovation zum Frühjahrssalon in die Düsseldorfer Altstadt ein. Gemeinsam mit den Referenten und der Referentin sowie den geladenen Gästen kamen die Teilnehmenden an diesem Nachmittag über Themen zur Zukunftsgestaltung von kommunalen Bildungslandschaften ins Gespräch. Moderiert wurde der Frühjahrssalon von der WDR-Moderatorin Beate Kowollik.

Seit 2014 gibt es mit der Transferagentur NRW ein Forum, in dem Wissen über Kommunales Bildungsmanagement in NRW erarbeitet und geteilt wird. Dabei geht es darum, Praxiserfahrungen aus den Kommunen aufzubereiten und verfügbar zu machen.

Ilona Heuchel, geschäftsführender Vorstand des ISA e.V., begrüßte die etwa 125 Bildungsakteure. Sie betonte, wie bedeutend  Bildung für ein gelingendes Aufwachsen ist. Die Familie sei dafür einer der zentralen Bildungsorte. Dort müsse man für verlässliche Strukturen und gute Beziehungen sorgen. Damit dies gelingen könne, benötigen die Kommunen Orte der Unterstützung sowie Institutionen, die die Kinder und Jugendlichen in ihrer Entwicklung stärken. Die Transferagentur NRW sei hierfür als Unterstützerin von Kommunen ein wichtiger Baustein, so Heuchel.

Burkhard Hintzsche (Stadtdirektor der Stadt Düsseldorf) berichtete über den aktuellen Stand in Düsseldorf. Auch in Düsseldorf sei das Thema Bildung und Bildungsmanagement ein wichtiger Bestandteil der kommunalen Strategie. Deshalb gebe es auch eine integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung und eine Erhöhung der Investitionen für Bildungsprojekte. Des Weiteren wolle die Stadt die empirische Planungsgrundlage auf einen längeren Zeitraum erweitern.

Salongespräch

Wie aber kann der Zugang zu Bildung für alle, unabhängig von ihrer Herkunft und den sozialen sowie individuellen Voraussetzungen, ganz konkret gelingen? Welche Rolle kommt dabei den Kommunen als zentrale Lernorte zu? Was sind die Themen der Zukunft? Und welche Bedeutung haben Bildungsmonitoring und eine integrierte Bildungsplanung? Diesen und vielen weiteren Fragen stellten sich die Gäste Karin Diebäcker (Stadt Hamm), Markus Rempe (Kreis Lippe), Nicole von Gersum (Ennepe-Ruhr-Kreis) sowie Johannes Schnurr (Transferagentur NRW) im Salongespräch. Als kommunale Vertreterinnen und Vertreter berichteten sie aus ihren Kommunen und stellten Themen wie den Ganztag oder Schulsozialarbeit vor, für die integrierte Bildungsplanung eine wichtige Rolle spiele.

Keynotes

Einen Blick über den kommunalen Tellerrand und aus wissenschaftlicher Sicht warfen die eingeladenen Referenten und die eingeladene Referentin Prof. Dr. Michael Hölscher (Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer), Prof‘in Dr. Dr. Bettina Pfleiderer (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) und Prof. Dr. Richard Stang (Hochschule der Medien Stuttgart) in ihren Beiträgen zu den Themen „Innovationspotentiale von Verwaltung“, „Zukunft des Lernens“ sowie „Räumliche Gestaltung kommunaler Bildungslandschaften“. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, um Fragen zu stellen und verschiedene kommunale Perspektiven in die Diskussion einzubringen.

Wortwechsel

Im anschließenden Wortwechsel widmeten sich Martin Schenkelberg (Landkreistag NRW) und Johannes Schnurr der Frage, ob und wie die Gestaltung von kommunalen Bildungslandschaften Raum für Innovationen bietet und welche Rolle die Transferagentur darin einnehmen kann. Sie diskutierten darüber, wie kommunale Spitzenverbände und Kommunen zusammenarbeiten können, aber auch wie die inter- und intrakommunale Zusammenarbeit besser gestaltet werden kann.

Das anschließende Get-together lud die Teilnehmenden zu weiteren Gesprächen und regem Austausch ein.