„Zukunftsfähige Bildungsangebote vor Ort schaffen“

Qualifizierung der Transferagentur NRW diskutiert die Potentiale von DKBM, um Soziale Inklusion in Kommunen zu stärken

In der fünften Qualifizierung stand das Thema Sozialen Inklusion im Mittelpunk. Nur wenn es gelingt, ein ganzheitliches und gemeinsames Verständnis von Sozialer Inklusion vor Ort zu generieren und dieses umzusetzen, ist die Gesellschaft, die Kommune, zukunftsfähig, darin waren sich die Teilnehmenden einig. Nach dem Motto „Inklusive Kommune und kommunale Inklusion“ müssen demnach auch Bildungsstrukturen, -planung und -angebote unter die Lupe genommen werden, um soziale Exklusion entgegenzuwirken. Prof. Dr. Johannes Schütte (Technische Hochschule Köln) und Lena Haddenhorst (Fachstelle Inklusion, Stadt Oldenburg) setzten inspirierende Impulse, die die wissenschaftliche Perspektive mit den Erfahrungen aus der Praxis verbanden.

Kurzer Abstract von Prof. Dr. Johannes Schütte zum Vortrag „Soziale Inklusion & Exklusion. Von der Norm zu Handlungsoptionen?“:

Von Sozialer Exklusion kann nur dann gesprochen werden, wenn Menschen in einem bestimmten Maße von Gesellschaftsfunktionen ausgeschlossen werden, zu denen sie aus Sicht geteilter Normvorstellungen Zugang haben sollten. Diese Aussage macht deutlich: Soziale Inklusion als Ziel ist, entgegen der systemtheoretischen Lesart, normativ zu bestimmen. Nur so wird es auch möglich, den gesamten Prozess in den Blick zu bekommen, inklusive derer, die von sozialen Exklusionsprozessen profitieren. Da Soziale Exklusion ein komplexes Problem darstellt, lässt sich auch die Gegenstrategie (Soziale Inklusion) nicht von einzelnen Akteuren allein umsetzen oder in verschiedene Teildimensionen bzw. Zuständigkeiten zerlegen. Der Prozess der Sozialen Inklusion findet sowohl auf der gesellschaftlichen Ebene (soziale Kohäsion), als auch auf der individuellen Ebene (soziale Einbindung und Teilhabe) statt und muss deshalb auch auf verschiedenen Ebenen adressiert werden. Für das kommunale Bildungsmanagement bedeutet dies in einem ersten Schritt, dass eine breite Datenbasis von hoher Relevanz ist, um Herausforderungen identifizieren und zu integrierten Handlungsstrategien kommen zu können.
 

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