Rückblick Qualifizierung: „Die Kommune macht es möglich? – Informelle Lernwelten im kommunalen Bildungsmanagement (DKBM)“

Im Mittelpunkt der ersten Qualifizierung des Jahres der Transferagentur NRW stand am 15.04.2021 die Frage, welche Rolle das DKBM bei der Gestaltung informeller Lernumgebungen und -situationen vor Ort einnehmen und wie eine für alle Akteur*innen gewinnbringende Zusammenarbeit aussehen kann.

Mit dabei waren Karoline Mikus und Thomas Helmke aus dem Bildungsbüro Wolfsburg, die anhand des Projektes „Digitale Kompetenzen entlang der Bildungsbiographie“ ihre Arbeit an der Schnittstelle zu Akteur*innen aus weniger formalisierten Bildungsbereichen vor- und zur Diskussion stellten. Die Schaffung von Gelegenheiten zum Austausch, das Setzen von Impulsen, z.B. mit Blick auf interessante Förderprogramme oder neue Netzwerke sowie Unterstützung bei der Zielfindung und bei Monitoringvorhaben sind in Wolfsburg in diesem Kontext Arbeitsschwerpunkte, um die Netzwerkarbeit im Bereich informellen Lernwelten zu stärken und damit zusammenhängende Themen und Strukturen im Bildungsmonitoring voranzubringen. 

Daran anschließend lieferte Dr. Rabea Pfeifer von der Transferagentur NRW einen intensiven Einblick in das Thema non-formale und informelle Lernwelten im Bildungsmonitoring und verdeutlichte an guten Beispielen, wie sich weniger formale Bildungsbereiche im Bildungsmonitoring berücksichtigen und in Bildungsberichten abbilden lassen.

Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen guter Kooperation: In einer Gesprächsrunde mit den beiden Mitarbeitenden aus dem Bildungsbüro Wolfsburg und Dr. Anika Duveneck, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FU Berlin und langjährige Bildungslandschaftsforscherin u.a. mit dem Schwerpunkt non-formale/informelle Bildung, wurden Fragen rund die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Akteur*innen aus dem Bereich des non-formalen und informellen Lernens diskutiert. Deutlich wurde, dass die zielorientierte und abgestimmte (Mit-)Gestaltung informeller Lernsettings für Bildungsmanager*innen und -monitorer*innen immer wieder eine Herausforderung darstellt. So führen u.a. unterschiedliche Denk- und Handlungsansätze, aber auch unübersichtliche Strukturen dazu, dass Akteur*innen aus weniger formalen Bildungssettings bisher nur partiell an der Ausgestaltung kommunaler Bildungslandschaften beteiligt sind.

Dass der Weg in die Bildungslandschaften aber auch aus Sicht verwaltungsexterner Akteur*innen ganz schön herausfordernd sein kann, verdeutlichte die Vorstellung des „Kompass Bildungslandschaften NRW“ durch Dr. Anika Duveneck und Kassandra Dahlmann. In dem Projekt des Landesjugendrings NRW wird derzeit ein innovatives Online-Tool erarbeitet, dass sich dieser Herausforderung für die Jugend(verbands)arbeit annimmt und eine Brücke zwischen Jugendarbeit und kommunalen Bildungs- und Beteiligungsstrukturen schlägt. Im Fokus der Diskussion stand neben einem Perspektivwechsel die Frage, welche Schnittstellen sich aus dem Projekt heraus für das Kommunale Bildungsmanagement ergeben und was Bildungsmanager*innen und Bildungsmonitorer*innen aus dem Projekt für die Gestaltung von Kooperation mitnehmen können.

Nächste Qualifizierung: „Zukunftsbilder als strategischer Ausgangspunkt für Veränderungen – Der Beitrag des DKBM für die zielgerichtete Gestaltung von Wandel“